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Nachhaltig weiterkommen: Hamburger Startup NÜWIEL startet mit uns durch

Die elektrisch betriebenen Fahrradlastenanhänger von NÜWIEL bieten eine grüne Lösung zum Ausliefern schwerer Güter in Stadtgebieten. Das junge Startup aus Hamburg will damit den Zustelldienst in Städten revolutionieren - und international durchstarten.

Die Hamburger Ansprechpartnerinnen des Enterprise Europe Network haben NÜWIEL zu den Themen Geschäftsentwicklung und Finanzierung beraten. Mit Unterstützung durch Tutech Innovation und die IFB Hamburg konnte das Unternehmen an Finanzierung kommen, um ihren Prototyp testen und patentieren zu lassen. Mit mittlerweile acht Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen hat NÜWIEL inzwischen internationale Kurierdienste und Einzelhändler im Visier und strebt nach internationalem Wachstum. Das Enterprise Europe Network hilft NÜWIEL beim Aufbau internationaler Kontakte.

In dem folgenden Interview erläutert Mitbegründerin Natalia Tomiyama den nachhaltigen Ansatz von NÜWIEL und gibt Tipps für junge Unternehmer und Unternehmerinnen.

Wie sind Sie auf Ihre Geschäftsidee gekommen?

Unsere Vision ist es, Städte von unnötiger Autonutzung, Lärm und Luftverschmutzung zu befreien, indem wir den Menschen eine alternative aber dennoch praktische Transportlösung zugänglich machen. Wir glauben, dass der Verkehr in Stadtgebieten im Einklang stehen sollte mit einem städtischen Lebensstil: frei, flexibel und nachhaltig.

NÜWIEL GmbH wurde im Juli 2016 in Hamburg von Sandro Rabbiosi, Fahad Khan und mir gegründet.

Unsere ursprüngliche Idee war es, einen motorisierten Fahrradlastenanhänger zu entwerfen, um Kinder zu transportieren. Aber als unsere Forschung und Entwicklung weiter vorangeschritten war, haben wir erkannt, dass es dringendere Bedarfe – und Marktchancen – im Bereich der Stadtlogistik gibt.

Diesen Bereich wollten wir unbedingt weiter untersuchen! Von daher bauen wir nun elektrisch betriebene Fahrradanhänger, die Lasten bis zu 150kg transportieren können.

Welchen Herausforderungen habt ihr euch als junge Unternehmer mit wenig Berufserfahrung ausgesetzt gesehen?

Ein Unternehmen zu gründen ist nie einfach, aber ein richtiges Produkt zu entwickeln bringt noch mal besondere Herausforderungen mit sich.

Zunächst mussten wir die grundlegenden Funktionen unseres Fahrradanhängers identifizieren. Anders als bei der Entwicklung eines Software-basierten Produkts erfordert ein physisches Produkt eine längere Entwicklungsphase und mehr finanzielle Ressourcen.

Außerdem stellten wir fest, dass wir Tests mit realen Anwendern durchführen mussten. Dieser Lernprozess ermöglichte es uns, die Eigenschaften des Produkts anhand der Kundenbedürfnisse und Markttendenzen zügig zu verbessern.

Welchen Rat würdet ihr jungen Unternehmern und Unternehmerinnen geben, die sich mit einer neuen Idee aufmachen?

Man muss am Anfang mutig sein!

Dann muss man während der Produktentwicklungsphase fokussiert bleiben. Es kann eine Weile dauern, bis man ein Produkt hat, das man testen und auf den Markt bringen kann.

Mit jedem Prototyp wird man dazulernen und sein Produkt verbessern. Unser Rat ist, bescheiden und fokussiert zu bleiben auf der gesamten Reise.


Englischsprachige Veröffentlichung des Interviews auf den Seiten der Europäischen Kommission: een.ec.europa.eu

Website des Unternehmens: www.nuwiel.de

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