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Veranstaltungsrückblick: Copernicus – Chancen durch Geoinformation und Erdbeobachtung

Mittels Satelliten im Weltraum sowie Messeinrichtungen auf der Erde liefert das EU-Programm Copernicus eine Vielzahl an Erdbeobachtungsdaten, die für innovative Projekte und Geschäftsideen kostenfrei genutzt werden können. Das Enterprise Europe Network hatte Interessierte dazu eingeladen, sich über ihre Möglichkeiten zu informieren.

„Wer alleine arbeitet, addiert; wer zusammen arbeitet, multipliziert.“ Diese orientalische Weisheit wurde nicht nur von unserer Kooperationspartnerin Theresa Franz vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume (LLUR) zitiert, sondern sie fand offensichtlich auch ganz praktische Anwendung, als sich ca. 50 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Vereinen und Behörden am 19. November in der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) einfanden. Sie alle waren gekommen, um an unserer Infoveranstaltung zu „Copernicus“ teilzunehmen, dem Erdbeobachtungsprogramm der EU.

Das Europäische „Copernicus“-Programm erzeugt den wichtigsten Rohstoff unserer Zeit: Information. Mittels Satelliten im Weltraum sowie Messeinrichtungen auf der Erde liefert Copernicus eine Vielzahl an Erdbeobachtungsdaten, die kostenfrei und vollumfänglich von jedem genutzt werden können – vom kommerziellen Unternehmen bis zur Behörde. Das Herzstück dabei sind die verschiedenen Copernicus-Dienste, über die bereits aufbereitete Daten bezogen werden können hinsichtlich Landoberfläche, Klimawandel, usw.

In Deutschland stehen „nationale Fachkoordinatoren“ als Ansprechpartner zur Verfügung und unterstützen bei der Nutzung der Dienste. Bemerkenswerterweise hatten einige von ihnen selbst die Anreise aus Frankfurt nicht gescheut, um im Rahmen unserer Kieler Infoveranstaltung eine Einführung zu geben.

Anwendungsmöglichkeiten für Copernicus-Daten gibt es im Prinzip überall dort, wo umwelt- und sicherheitsrelevante Aspekte eine Rolle spielen. Zum Beispiel nutzt die bbe Moldaenke GmbH einen Copernicus-Dienst, um die Wasserqualität bzw. das Algenwachstum in Binnengewässern noch zuverlässiger überwachen zu können, wie Mitarbeiter André Zaake sehr anschaulich erklärte. Hier unterstützen die Daten aus dem Weltraum dabei, die im Wasser gemessenen Werte zu bereinigen, denn Algen reagieren u.a. auch auf die Stärke der Sonneneinstrahlung.

Damit Forschungsprojekte und innovative Geschäftsideen, die auf Copernicus aufbauen, nicht an mangelnder Finanzierung scheitern, stellt die EU verschiedene Fördermittel bereit. Das IB.SH-Team des Enterprise Europe Network biete kostenfreie Beratung an und freue sich auf gute Ideen, betonte EU-Förderberaterin Katrin Owesen.

Im Anschluss an die zahlreichen Fachvorträge gesellten sich erfreulich viele Copernicus-Experten und Interessierte ins Foyer, um sich bei einem Imbiss persönlich auszutauschen. Angesichts der spannenden Gespräche machten sich die letzten Gäste schließlich erst nach einer guten Stunde auf den Heimweg. Wir sind überzeugt: Wo so viel zusammengearbeitet und multipliziert wird, steigert sich der Wert solch einer Veranstaltung ins Unermessliche.

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