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Veranstaltungsrückblick: EU-Förderung für Bioökonomie und Biotechnologie

Am 8. Juli 2019 fand eine Informationsveranstaltung zur Gesellschaftlichen Herausforderung 2 im EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, HORIZON 2020, statt. Die Teilnehmenden wurden zu neuen Aufrufen in den Bereichen Ernährungssicherheit, nachhaltige Landwirtschaft, marine und maritime Forschung und Biowirtschaft informiert und nutzen die Gelegenheit, sich untereinander zu vernetzen.

HORIZON 2020 fördert Forschungs- und Innovationsprojekte in sieben Gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Veranstaltung widmete sich der Herausforderung „Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, nachhaltige Land- und Forstwirtschaft, marine, maritime und limnologische Forschung und Biowirtschaft“.

Theorie…

Nach einer allgemeinen Einführung in das Programm HORIZON 2020 durch Anette Benz (Enterprise Europe Network) stellte Rolanda O’Connor von der Nationalen Kontaktstelle (NKS) Bioökonomie Möglichkeiten der Projektförderung vor. Zentrale Fragestellungen in der Gesellschaftlichen Herausforderung 2 seien der Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Übergang von einer fossilbasierten Wirtschaft auf eine Wirtschaft basierend auf nachwachsenden Rohstoffen. Im Arbeitsprogramm 2018-2020 fördert das Programm Projekte aus den Bereichen

  • Nachhaltige Nahrungsmittelsicherheit,
  • Blaues Wachstum (nachhaltiges Wachstum in marinen und maritimen Wirtschaftszweigen),
  • Wiederbelebung des ländlichen Raums sowie
  • Nahrungsmittel und natürliche Ressourcen.

Unbedingt zu beachten bei der Antragstellung sei die Tatsache, dass es sich bei HORIZON 2020 um ein politisches Programm handle, so Frau O’Connor. Die politischen Ziele müssen dementsprechend in einen Antrag einbezogen werden.

… und Praxis

Anschließend wurde es praxisnah: Dr. Florian Nagel (Aller Aqua Research GmbH) und Dr. Jörn Schmidt (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - CAU) berichteten von ihren Erfahrungen in einem internationalen Verbundprojekt. Das Unternehmen Aller Aqua Research GmbH beteiligt sich am Projekt iFishIENCi, das eine Verbesserung der weltweiten Fischzucht durch die Entwicklung von auf Internet of Things und Künstlicher Intelligenz basierenden Innovationen zum Ziel hat. Die CAU ist an zahlreichen EU-Projekten beteiligt. Hierzu gehört auch das vorgestellte Projekt GoJelly zur Entwicklung, Überprüfung und Verbreitung eines Mikroplastikfilters aus Quallenblüten. Im Gespräch wurde deutlich, dass es vor allem die langfristigen internationalen Netzwerke, jedoch auch inhaltlich neue Perspektiven sind, die die Teilnahme an solch einem EU-Projekt sowohl für Unternehmen als auch für Forschungsinstitute interessant machen.

Fazit: Beratungsangebote nutzen!

Die Veranstaltung wurde durch Praxistipps der NKS Bioökonomie abgerundet. Bevor ein Antrag auf Förderung eingereicht wird, sollten interessierte Antragsteller die kostenlosen Beratungsangebote des Enterprise Europe Network und der NKS Bioökonomie in Anspruch nehmen.

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