DEUTSCHLAND | Hamburg/ Schleswig-Holstein

 

Erneuerbare Energien: Kleine und mittlere Unternehmen international vernetzen

Kooperation zwischen der Netzwerkagentur EE.SH und dem Enterprise Europe Network Hamburg / Schleswig-Holstein

Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist durch Ausschreibungen mit begrenzten Kapazitäten und fehlende Windenergie-Regionalpläne in Schleswig-Holstein ins Stocken geraten. Im Ausland dagegen ist deutsches Know-how im Bereich der erneuerbaren Energien weiterhin gefragt. Um besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen neue Geschäftsfelder zu erschließen, haben das Enterprise Europe Network (EEN) und die Netzwerkagentur Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen.

Das EEN wurde von der Europäischen Kommission gegründet und feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Inzwischen haben sich ihm 600 wirtschaftsnahe Organisationen aus Europa und darüber hinaus angeschlossen. Das Netzwerk vermittelt unter anderem Geschäfts-, Technologie- und Projektpartner, organisiert Kooperationsbörsen und berät zu europäischen Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten. EE.SH wurde zur Förderung der Erneuerbare-Energie-Branche in Schleswig-Holstein eingerichtet und wird vom Land, der EU und von seinen Kooperationspartnern finanziert.

EEN und EE.SH wollen in Zukunft unter anderem bei der Vorbereitung von Informationsveranstaltungen, Delegationsreisen und Business-to-Business (B2B) Networking-Events zusammenarbeiten. „Die Angebote des Enterprise Europe Networks können gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen Unterstützung bei Auslandsaktivitäten sowie bei der Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte bieten – wir wollen diese Möglichkeiten bekanntmachen“, erklärt Jenny Dümon, EEN-Projektleiterin bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WT.SH). EE.SH-Projektleiter Sascha Wiesner ergänzt: „Zukunftsfähige Unternehmen leben von ständigen Innovationen. Von der Entwicklung bis zur Marktreife eines neuen Produkts oder einer neuen Dienstleistung sind Kooperationspartner notwendig, zum Beispiel Hochschulen oder Vertriebspartner. Hier können unsere Firmen vom europaweiten Netzwerk des EEN profitieren.“ Auch ein Austausch über Marktentwicklungen, aktuelle energiepolitische Themen sowie passende Förderungs- und Finanzierungsprogramme auf EU-Ebene sei geplant, so Annegret Meyer-Kock, Leiterin IB.SH Europa bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH).

B.SH und WT.SH bilden zusammen mit den Hamburger Partnern TUTECH Innovation GmbH und Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB HH) das Konsortium „Enterprise Europe Network Hamburg/ Schleswig-Holstein“. Finanziert wird das EEN durch die Europäische Kommission mit Kofinanzierung der regionalen Partnerorganisationen.

Die nächste Kontaktbörse für die Erneuerbare-Energien-Branche findet während der Windmesse WindEnergy Hamburg am 27. und 28. September 2018 statt. Anmeldungen unter windenergy-hamburg-2018.b2match.io.

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